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ENGLISH

The Splitter Orchester was founded in April 2010 by Clare Cooper, Clayton Thomas and Gregor Hotz with the goal of creating a unique orchestra in Berlin to represent the stylistically diverse “Echtzeitmusik” scene. Thanks to the support of the Hauptstadtkulturfonds, in the year 2010 the launch of a work process was enabled, which permitted the artistic development of the orchestra and also provided it with a new audience.
During 2010 and 2011 rehearsals followed by public presentations took place on a monthly basis. Each rehearsal took a whole afternoon and was concluded by a brief public concert in a workshop-like atmosphere. At the workshop concerts, which took place in WABE (Danziger Str. 101, 10405 Berlin), different models of improvisation which had been developed in the afternoon were introduced to the public, and sometimes discussed. This vividly and impressively demonstrated possibilities of real-time musical communication and collective, instantaneous creation of music in an ensemble of this scale.
At the end of November 2010, Splitter Orchester premiered with a nearly sold-out concert in “Radialsystem V” and was received enthusiastically by the audience. In November 2011 the orchestra followed this success with another notable concert at WABE, which was filled to capacity. In 2012 a collaboration with Mathias Spahlinger is planned: At the Darmstadt International Summer Courses for New Music, Splitter Orchester will work together with the composer, debuting his étude for an orchestra without a conductor “doppelt bejaht” (20.07.2012).

The Splitter Orchester consists of 24 internationally renowned artists and members of the Echtzeitmusik scene, who defined and redefined a large spectrum of musical styles from approx. 1995 on. A substantial phase in the musical development of the scene was the focus on a reduction of means, material or bearing in the late 1990's. The integration and use of electronics and self-made prepared instruments to expand the instrumental range played a large role in the differentiation of the sound. Today the Berlin Echtzeitmusik scene spans more than 200 musicians from all generations and a wide variety of countries – the musical scope reaches from noise, electronica and trash pop, the core sections of free improvisation and composed new music, to performance and sound art.

What makes the orchestra's instrumentation unique is that it unites classical acoustic instruments of all categories and a large spectrum of electronic instruments. The sound aesthetics are situated distinctly in the realm of contemporary music.

The Splitter Orchester is a long-term project and serves as a platform for the exchange of artistic ideas in the local music scene. The monthly orchestra rehearsals cultivate a constant discourse of collective forms of music production. The orchestra brings different generations of musicians together, welcomes newcomers, and lures long-time residents of Berlin away from static social structures. In doing so, it creates an unusual framework, in which personal methods and practices of composing and improvising are analysed. This continuous process is of greatest importance for the orchestra.

The attractiveness of Berlin as an international laboratory of experimental music is enhanced by the Splitter Orchester, since there are not many orchestras of this size in the world that consist not only of interpreters but of composers and performers who are engaged in long-term collective working processes, utilising the entire range of improvisational and compositional possibilities.

http://www.berlinsplitter.org/

DEUTSCH

Das Splitter Orchester wurde im April 2010 von Clare Cooper, Clayton Thomas und Gregor Hotz mit dem Ziel gegründet, einen in Berlin einmaligen Klangkörper zu schaffen, der die stilistisch sehr vielseitige lokale “Echtzeitmusikszene” repräsentiert. Dank einer Förderung durch den Hauptstadtkulturfonds im Jahr 2010 konnte ein Arbeitsprozess in Gang gesetzt werden, der die künstlerische Entwicklung des Orchesters erlaubte und sie auch einem neuen Publikum vermittelt hat.
Im Laufe der Jahre 2010 und 2011 fanden monatliche Proben mit anschliessender öffentlicher Präsentation statt. Die Proben dauerten jeweils einen ganzen Nachmittag und wurden durch kurze, öffentliche Konzerte in Werkstatt-Athmosphäre abgeschlossen. In den Werkstatt-Konzerten, die wie die Proben in der WABE (Danziger Str. 101, 10405 Berlin) stattfanden, wurden verschiedene Modelle der Improvisation, an denen nachmittags gearbeitet wurde, vorgestellt und für das Publikum zum Teil kommentiert. Dadurch wurden Möglichkeiten, wie man in einem Ensemble dieser Größe in Echtzeit musikalisch kommunizieren und eine kollektive Musik aus dem Augenblick heraus schaffen kann, eindrücklich und anschaulich demonstriert.
Ende November 2010 feierte das Splitter Orchester mit einem nahezu ausverkauften Konzert im „Radialsystem V“ Premiere und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Im November 2011 konnte das Orchester mit einem weiteren vielbeachteten Konzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten WABE an diesen Erfolg anschließen. Im Jahr 2012 ist eine Zuammenarbeit mit Mathias Spahlinger geplant: bei den internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt wird es eine gemeinsame Probenphase und eine erste Aufführung der Etüde für Orchester ohne Dirigenten „doppelt bejaht“ geben (am 20.07.2012).

Das Splitter Orchester besteht aus 24 international renommierten KünstlerInnen und VertreterInnen der Echtzeitmusik-Szene, die in Berlin ab ca. 1995 eine große Bandbreite von musikalischen Stilen definiert bzw. redefiniert hat. Eine wesentliche Phase in der musikalischen Entwicklung der Szene war die Fokussierung auf eine Reduzierung der Mittel, des Materials oder des Gestus in den späten 1990er Jahren. Eine grosse Rolle in der Ausdifferenzierung des Klangbildes spielte auch die Integration und Verwendung von Elektronik und selbsterfundenen Präparationen, die das benutzte Instrumentarium erweitern. Heute umfasst die Berliner Echtzeitmusikszene mehr als 200 Musiker und Musikerinnen aller Generationen und aus unterschiedlichsten Ländern – die musikalische Bandbreite reicht dabei von Noise, Electronica und Trash-Pop über die Kernbereiche der freien Improvisation und der komponierten Neuen Musik bis hin zu Performance- und Klangkunst.

Das Instrumentarium des Orchesters ist insofern speziell, als es klassische akustische Instrumente aller Instrumentengattungen und ein großes Spektrum elektronischer Instrumente vereint. Die klangliche Ästhetik liegt dabei deutlich im Bereich der zeitgenössischen E-Musik.

Das Splitter Orchester ist ein Langzeit-Projekt und dient der lokalen Musikzene als Plattform, auf der man künstlerische Ideen austauschen kann. Die monatlichen Proben des Orchesters fördern einen konstanten Diskurs über kollektive Formen der Musikproduktion. Das Orchester bringt unterschiedliche Generationen von MusikerInnen zusammen, holt Neuankömmlinge mit ins Boot und alteingessesene BerlinerInnen aus ihren Stammzirkeln heraus. Es schafft so einen ungewöhnlichen Rahmen, in dem persönliche Methoden und Praktiken des Komponierens und Improvisierens hinterfragt werden. Dieser kontinuierliche Prozess hat für das Orchester größten Stellenwert.

Die Attraktivität Berlins als internationales Labor der experimentellen Musik wird mit dem Splitter Orchester gesteigert, da es weltweit nicht viele Klangkörper dieser Größe gibt, die nicht aus reinen Interpreten sondern aus Composer-Performern bestehen und sich in langfristigen kollektiven Arbeitsprozessen mit der gesamten Bandbreite improvisatorischer und kompositorischer Möglichkeiten auseinandersetzen.